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Exkursion nach Bonn

Für die Schüler/-innen der zwölften Klassenstufe wurde eine Exkursion nach Bonn organisiert. Diese umfasste sowohl einen Besuch des Bundesministeriums der Verteidigung als auch einen Rundgang im „Haus der Geschichte“. Für 40 Schüler und Schülerinnen der IGS-Schönenberg Kübelberg und deren Englisch- und Geschichtslehrer Frau Schlösser, Frau Eckfelder und Herrn Wilhelm sowie für Hauptmann Heim, der uns freundlicherweise über den ganzen Tag begleitete und mitnahm, ging es am Dienstag, den 07.05.2019, auf den Weg nach Bonn.

Nach einer circa dreistündigen Fahrt erreichten die Schüler das Verteidigungsministerium auf der Hardthöhe. In diesem wurde die gesamte Stufe mit kostenlosen Getränken freundlich begrüßt, konnte sich somit von der langen Fahrt erholen und auf die bevorstehenden Eindrücke der Exkursion vorbereiten.

In einem Präsentationsraum, welcher, wie auch die restlichen Räume des Besucherzentrums, nach Jugendoffizieren benannt ist, stellte sich Hauptmann Heim vor und vermittelte uns Informationen über die Gründung und spezifischen Aufträge der Bundeswehr. Die Schüler und Schülerinnen erfuhren unter anderem, welche Bedingungen gegeben sein müssen, damit ein Auslandseinsatz genehmigt wird, welche Funktionen die NATO (North Atlantic Treaty Organization) sowie die UNO (United Nations Organization) haben und erklärte ausführlich die Bedürfnispyramide nach Maslow, welche die Notwendigkeit der Sicherheit verstärkt verdeutlichte. Diese Pyramide beschreibt die Hierarchie menschlicher Bedürfnisse und besagt, dass erst, wenn die Defizitbedürfnisse wie physische Grundversorgung und persönliche Sicherheit gegeben sind, der Mensch überhaupt so etwas wie Zufriedenheit empfinden und nach Selbstverwirklichung streben kann. Die Erfüllung dieser Bedürfnisse der Menschen gilt es zu wahren, was zurzeit auch aktuelles Thema der Bundeswehr im Land Mali ist. Nach diesem sehr informativen und spannenden Vortrag führte der Jugendoffizier die Schüler zu einer Kantine und erklärte diesen auf dem Weg, dass eine andere Kantine, die Hauptkantine des BmVG, wegen ihres außergewöhnlichen pyramidenförmigen Aussehens von der Sowjetunion (UdSSR) ein Hochwertziel war. Das Geheimnis wurde erst nach der Wende offenkundig. Hauptmann Heim gab den Schülerinnen und Schülern auch noch viele andere Informationen, beispielweise über ein Stück der Berliner Mauer, die jährlich von Schülern aus der Gegend gestaltetet wird. Somit konnten diese viele wichtige und spannende Eindrücke des gesamten Bundesministeriums erlangen. Bei dem Mittagessen, welches gleichzeitig auch die letzte Station der Führung im Ministerium war und freundlicherweise von der Bundeswehr finanziert wurde,  hatten die Schüler die Möglichkeit sich zwischen Nudeln mit Tomaten-, Bolognese- oder Carbonarasoße zu entscheiden.

Nach der Mahlzeit begann der zweite Abschnitt des Programms mit der Busfahrt in die ehemalige Hauptstadt der Bundesrepublik, Bonn, um dort das „Haus der Geschichte“ zu besuchen. Dort angekommen, wurden die Schüler in zwei Gruppen eingeteilt und erhielten eine professionelle Führung. Das Haus der Geschichte befasst sich mit den letzten 70 Jahren der Deutschen Geschichte, von der Nachkriegszeit ab 1945 bis hin zur „Flüchtlingskrise“ 2016.
Das Museum besteht aus drei Stockwerken. Interessant war zum Beispiel die räumliche Gestaltung, die durch Wandelemente die Trennung zwischen DDR und BRD verdeutlichen sollte und so die deutsche Geschichte aus zwei Perspektiven erzählte. Ähnlich wirkte dieser Effekt auch bei der Darstellung der Prozesse von den NS-Verbrechen, wo sich Opfer und Täter gegenüber standen. Zudem gibt es eine Art „Glasvitrine“, die sich über zwei Etagen erstreckt und alltägliche Dinge aus der Nachkriegszeit zeigt. Im unteren Stockwerk sieht man darin Haushaltsmittel wie zum Beispiel Siebe aus alten Stahlhelmen, Eierbecher aus Granatteilen, aber auch ein Spielzeugkarussell aus alten Gasmaskenbehältern. Ein Stockwerk darüber werden in derselben Vitrine Objekte aus der Zeit des  „Wirtschaftswunders“ mit den ersten Waschmaschinen, Staubsaugern und anderen Neuerungen ausgestellt. Insgesamt sind im Haus der Geschichte in Bonn über 7000 Exponate und über 24 Stunden Video- und Audiomaterial von Zeitzeugen vorhanden.
Weitere interessante Ausstellungsstücke sind unter anderem ein Teil eines originalen russischen Panzers, ein sogenannter T 34, welcher im Originalzustand ein Gesamtgewicht von 34 Tonnen aufweist, hier aber wegen Einsturzgefahr auf circa 11 Tonnen ausgeschlachtet wurde. Die dadurch fehlenden Teile wurden unter anderem durch Holzattrappen ersetzt. Auch besitzt das Museum einen originalen „Brezel-Käfer“, einen Trabant, einen T2 „Hippie-Bus“, einen echten Eisenträger des World Trade Centers, ein Flüchtlingsboot von 2016 sowie viele weitere spannende Exponate. Somit bietet das „Haus der Geschichte“ eine interessante Reise von der direkten Nachkriegszeit bis hin zur heutigen Zeit der digitalen und globalisierten Welt.

Ich empfand diese Exkursion als sehr informativ und würde sie jedem Geschichtsinteressierten weiterempfehlen. Zudem möchte ich mich im Namen aller Teilnehmer bei unseren Lehrern und vor allem beim Jugendoffizier Herrn Heim, welcher diese Fahrt überhaupt ermöglicht hat, herzlich bedanken. Außerdem hoffe ich, dass diese Exkursion auch noch in Zukunft  für weitere Schülerjahrgänge stattfinden kann.

 

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