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Jugendoffizier der Bundeswehr besucht IGS Schönenberg-Kübelberg / Waldmohr

Am Donnerstag, den 26.05.2011, hielt Jugendoffizier Oberleutnant Ruffing vor der Klasse 10c einen Vortrag über die Sicherheitspolitik und die aktuellen Einsätze der Bundeswehr. Er wurde von Herrn Wilhelm eingeladen, um den Geschichts- und Sozialkundeunterricht zu bereichern.

Die Bedürfnispyramide nach Maslow besagt, dass gleich nach den Grundbedürfnissen das Bedürfnis nach Sicherheit steht. Danach folgen die sozialen Beziehungen, die soziale Anerkennung sowie die Selbstverwirklichung. Um das Staatsgebiet gegen Feinde zu schützen und dem Staatsvolk und der Staatsgewalt Sicherheit zu bieten, gibt es die Streitkräfte. Nach dem II. Weltkrieg wurde Deutschland in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Schon bald bildeten sich in Europa zwei Blöcke, Ost und West, die durch den „Eisernen Vorhang“ getrennt waren. Als die Sorge vor einem möglichen Krieg zwischen den West- und Ostmächten immer größer wurde, entstand 1955 die Bundeswehr.
Nach dem Artikel 87 des Grundgesetzes  darf die Armee nur zur Verteidigung eingesetzt werden. Die Bundeswehr hatte 1960 ihren ersten Auftrag innerhalb der BRD. Die größten Einsätze außerhalb der BRD waren 1993 in Somalia, 1995 auf dem Balkan und seit 2001 in Afghanistan. Nach dem Grundgesetzartikel 24 soll eine friedliche und dauerhafte Ordnung zwischen den Völkern der Welt herbeigeführt und gesichert werden. Dazu gibt es Systeme kollektiver Sicherheit (UNO, OSZE) und Systeme kollektiver Verteidigung (z.B. NATO).
Die sicherheitspolitische Lage ist gefährdet durch den internationalen Terrorismus, den religiösen Extremismus, die regionalen Konflikte, die Massenvernichtungswaffen sowie den Klimawandel und die Migration. Die deutsche Sicherheitspolitik hilft den internationalen Weltfrieden zu sichern. Im Ausland hatte die Bundeswehr z. B. Einsätze in Bosnien - Herzegowina, Kosovo, Sudan, Kongo, Uganda, Libanon, Afghanistan/Usbekistan und vor der Küste Somalias. Das Rote Meer ist eine bedeutende internationale Schifffahrtsroute, die von der EU-Mission „Atalanta“ vor der Piraterie und dem Waffenschmuggel geschützt wird.

Der aktuelle Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan liegt mehr als 5000 km von uns entfernt. Das Land ist in seiner Ausdehnung 1500 km lang und 850 km breit. Die Landschaft ist kontrastreich. Es sind fünf verschiedene ethnische Gruppen vertreten, die untereinander verfeindet sind. Das einst von radikalen Islamisten (Taliban) regierte Afghanistan war der wichtigste Stützpunkt des Terrornetzwerks Al-Qaida. Die USA stürzten das Taliban-Regime. Im Auftrag der UNO soll die NATO-Friedenstruppe ISAF das Land politisch und militärisch unter Kontrolle bringen. Deutsche Truppen sollen in der Hauptstadt Kabul und im Norden des Landes für Sicherheit sorgen, humanitäre Hilfe leisten und die Region wieder aufbauen und stabilisieren.

In einer abschließenden Diskussionsrunde beantwortete Jugendoffizier Oberleutnant Ruffing unsere Fragen. Wir bedanken uns bei ihm und freuen uns schon auf den Truppenbesuch beim Fallschimjägerbataillon 263 nächste Woche in Zweibrücken.

 

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